Fedora (minimal) auf Raspberry Pi 3

Da ich selbst ein wenig suchen musste, wie der „fedora-arm-installer“ aufgerufen wird, ist dieser Eintrag wohl hauptsächlich eine Gedächtnisstütze für mich:
Nach dem unmounten der einzigen Partition der Speicherkarte (bei mir unter zu finden /dev/sdb) mit

sudo umount /dev/sdb1

kann der Installer für die zuvor heruntergeladene Distributionsdatei aufgerufen werden. Ich versuche mich hier an einer Minimalversion zu Serverzwecken:

sudo fedora-arm-image-installer --image=./Fedora-Minimal-armhfp-26-1.5-sda.raw.xz --target=rpi3 --media=/dev/sdb --resizefs

Nach dem Kopieren und dem Anpassen der Partitionsgrößen auf die ganze Größe der Speicherkarte sehen die Partitionen so aus

Gerät      Boot  Anfang     Ende Sektoren Größe Kn Typ
/dev/sdb1          2048    61439    59392   29M  c W95 FAT32 (LBA)
/dev/sdb2  *      61440  1060863   999424  488M 83 Linux
/dev/sdb3       1060864  2060287   999424  488M 82 Linux Swap / Solaris
/dev/sdb4       2060288 62333951 60273664 28,8G 83 Linux

Hier ist die offizielle Hilfeseite. Und hier hat jemand einen schönen Eintrag geschrieben, wie man ein minimales System „headless“, also ohne direkte Tastatur und Bildschirm, installiert.

Lokalisierung/Tastaturlayout

Aktuellen status der Lokalisierung abfragen

localectl status

Wählbare Lokalisierungen anzeigen:

localectl list-locales

Lokalisierung auswählen:

sudo localectl set-locale LANG=de_DE.utf8

Mögliche Tastaturlayouts:

localectl list-keymaps

Tastaturlayout wählen:

sudo localectl set-keymap de-nodeadkeys

Weitere Informationen in der Fedora-Dokumentation.

Hostname

Um einen einfachen Hostname außerhalb eines größeren Netzes zu setzen:

hostnamectl set-hostname neuername

Wifi

Bisher muss man noch eine Definitionsdatei zur Kommunikation mit dem WLAN-IC in das Verzeichnis /mnt/lib/firmware/brcm/ auf der Root-Partitiom (im Ergebnis der Installation) legen:

cd /verzeichnis/zum/mountpunkt/der/rootpartition
sudo curl https://raw.githubusercontent.com/RPi-Distro/firmware-nonfree/master/brcm80211/brcm/brcmfmac43430-sdio.txt -o ./lib/firmware/brcm/brcmfmac43430-sdio.txt

Um auf der Konsole ein WLAN zu finden mit

nmcli device wifi list

die verfügbaren Netze anzeigen lassen und mit

sudo nmcli device wifi connect <SSID|BSSID> password <password>

eines wählen.

SSH

Um den SSH-Dienst dauerhaft zu aktivieren folgendes ausführen:

sudo dnf -y install openssh-server
systemctl enable sshd.service

„ssdh“ sollte eigentlich schon aktiv sein – insb. bei der minimalen Variante.

Um Dateien auf das Gerät zu kopieren:

scp datei.txt <Benutzername>@<Zieladresse>:<Zielverzeichnis>

Von dem Gerät herüber kopieren:

scp <Benutzername>@<Zieladresse>:<Quelldatei> <Zielverzeichnis

Strom sparen

HDMI ausschalten (bisher nicht unter Fedora möglich)

/opt/vc/bin/tvservice -o

Wieder einschalten:

/opt/vc/bin/tvservice -p

USB bus power ausschalten (bisher nicht unter Fedora möglich)

echo 0x0 > /sys/devices/platform/soc/3f980000.usb/buspower

Wieder einschalten:

echo 0x1 > /sys/devices/platform/soc/3f980000.usb/buspower

WLAN ausschalten

sudo ifdown wlan0

Wieder einschalten:

sudo ifup wlan0

Quelle: Roel Baardman gibt auf stackexchange gute Tipps zum Stromsparen.

Dauerhaft Strom sparen

Einstellungen die beim Booten gesetzt werden sollen in /etc/rc.local eintragen. Allerdings kann dies natürlich im Fall der Fälle zu Problemen führen, wenn die Angedachte Kommunikation nicht mehr funktioniert. Dann bleibt nur der Weg, das Gerät „hart“ aus zu schalten und die Speicherkarte am Desktop zu bearbeiten um die Stromsparfunktion wieder aus zu kommentieren.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*