Gedenkstätte Bautzen II

Eine Empfehlung kann man austellen: Ein Besuch in Bautzen. Die Stadt mit einer malerischen Altstadt leidet. Und zwar unter Touristen wie uns – die nach dem Besuch des ehem. Gefängnisses und heute Gedenkstätte „Bautzen II“ nicht mehr viel Zeit haben.
Das Gefängnis wurde schon in der Kaiserzeit gebaut, direkt hinter dem Justizgebäude. Nach dem zweiten Weltkrieg von den Sowjets genutzt bevor es letztendlich eine traurige Berühmtheit unter der Führung des MfS der DDR wurde.

Gefängnisgang Bautzen IIKriminelle, aber hauptsächlich nicht linientreue Bürger wurden aus der U-Haft in Hohenschönhausen hierher überstellt. Es handelte sich dabei meist um „spektakulärere“ Schuldsprüche zwischen 1 und 16 Jahren, die den Menschen so unmenschlich wie möglich gestaltet wurden.
Es gab auch nur eine (beinahe) gelungene Flucht aus in der Zeit der Stasi, die die größen Kriminalpolizeieinsatz der Geschichte der DDR nach sich Zog. „Tunnel-Dieter“ hatte mit einem geklauten Schraubenzieher aus der Arbeitswerkstatt des Knasts die 65cm dicke Wand in monatelanger Arbeit durchkratzt…

Der Eintritt und die unbedingt empfehlenswerten Führungen sind kostenlos. Um Spenden wird gebeten. Die Gedenkstätte und die Altstadt sind beide in je 10 min Fußmarsch vom Bahnhof aus erreichbar.

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