Inline-Skating

Der Seiteninhalt stammt von Mitte 2007 – es kann also durchaus sein, dass sich meine Einstellungen und Interessen etwas verschoben haben ;-)

Die acht Rollen unter den Füßen sind mittlerweile meine liebste Beschäftigung geworden. Nach dem ersten Mal abpacken auf dem Supermarkt-Platz sollten noch viele weitere folgen. Seitdem rolle ich durch die Gegend und habe – damals noch in Delmenhorst – festgestellt, dass skaten an sich auch gut als Verkehrsmittel für “mal eben Einkaufen” oder “mal eben zu X fahren” eignet. Leider geht das nur, solange man verhältnismäßig große Platten oder ebene Flächen als Fußgängerweg vorfindet. So disqualifiziert sich Oldenburg größtenteils, da man vor einigen Jahren wohl im Gedanken “Unser Dorf soll schöner werden” überall die Wege mit Steinen, die mehr Rillen als Fläche haben, pflasterte…
Salomon 3V SLAnscheinend gibt es auch nur wenig Leute, die Inline-Skating zu mehr als zu reinen Fitness-Zwecken betreiben. Recht verbreitet ist dafür Skateboarden und BMXen. Jedenfalls findet man fast nichts im Internet über gute “Spots”. Also mache ich mal den Anfang?

Freestyle Slalom

Ich kann’s kaum. Und habe auch nicht immer die Motivation dazu, doch wenn ich Video-Clips von “den” Fahrern sehe, erschlaffen die Unterkiefer-Muskeln unweigerlich. Immer mal wieder raff’ ich mich also auf um mir die Füße zu brechen. Leider bin ich hier bisher der einzige. Vielleicht habe ich aber auch nur noch niemanden getroffen (was gar nicht so unwahrscheinlich ist). Wenigstens einigermaßen zentral gelegene, glatte Flächen sind eben kaum zu finden. Ich habe einige Zeit auf einer Ausfahrt des Weser-Ems-Hallen Parkplatz verbracht, bin nun nun aber an den Rand des Europaplatz (vor der EWE-Arena) umgesiedelt. Die Platten sind glatter und abends scheint da schön die Sonne. So oder so: überall ein bisschen Gefälle. Und anstatt mich darüber aufzuregen, versuche ich nun bergab die Hütchen (oder Kreidemarkierungen) zu umfahren.
Wenn du noch nichts von dieser Art zu skaten gehört hast, magst du dir ja vielleicht ein, zwei Videos angucken? Nun bitte keine Vergleiche ;-)

Skatehalle OldenburgAggressive

Mit “triple backflips” und co. habe ich (bisher) nicht viel am Hut. Das liegt zum einen daran, dass ich mich als völliger Anfänger und einziger Inline-Skater nicht zum Affen machen will und andererseits auch gar keine aggressive Skates habe. Seit einiger Zeit ist die Skatehalle am Bahnhof wieder geöffnet. Zwar nur für Vereinsmitglieder, aber wenn man für kleines Geld Tagesmitglied werden kann… Man ist derzeit wieder/noch dem Um-/ bzw. Wiederaufbau beschäftigt.
Ansonsten ist mir in Oldenburg nur noch ein kleiner Skate-Park am Schulzentrum Kreyenbrück bekannt. Wer sich hintraut kann’s ja mal probieren ;-)

Weg FlötenteichInline-/Street-Hockey

Am Schulzentrum Flötenteich gibt es neben der Sporthalle einen Asphalt-Platz. Ich kann da allerdings nichts Genaues nicht sagen, wie glatt oder sauber der ist. Wenn man als Amateur, der keine Lust auf volle Montur hat und einfach nur “mal so” spielen will, gibt’s wenig Möglichkeiten, da alle Parkplätze immer irgendwie so ein kleines Beet mit ‘nem Bäumchen in der Mitte haben :-(.
Wenn du alles Material schon hast, kann in der freien Spielzeit beim Hochschulsport an der Uni vorbei schauen. Zwei Vereine (eins, zwei) spielen in der Halle der BBS II, das dürfte für “normale Menschen” aber wohl eher nicht drin sein.

Strecken in Oldenburg

inlineskating_huntedeich.jpgEs gibt innerhalb der Stadt wegen der schon beschriebenen Pflasterung wenig richtig gute Möglichkeiten, um im Feierabend mal ne Runde zu drehen:

  • Bekannt ist die Strecke am Huntedeich. Die wurde im Frühjahr 2006 fast ganz neu asphaltiert. Dafür kacken jetzt die Schafe, die den Deich in Schuss halten sollen, abschnittsweise den Weg voll. Um uns ganz loszuwerden hat man streckenweise auch noch direkt am Rand Elektrozäune verbaut. Wer sich sicher sicher ist, da nicht draufzufallen und ab und an etwas Kläranlagengeruch aushält, kann da aber gut und schnell fahren.
  • Wenn man nicht auch den Rückweg an der Hunte lang will und evtl eh gerade Gegenwind hat, kann man sich die Treppe auf die Hunte-Brücke hochquälen. Unter der Fahrbahn führt eine “Gasse” die am anderen Ende in den oldenburger Stadtwald endet und so den Rückweg auf der anderen Hunte-Seite eröffnet. Aber sei gewarnt: Die Strecke im Stadtwald ist richtig schlecht (glücklicherweise aber nicht lang).
  • Wer sich ja nicht verfahren will, kann die “Freizeitroute Bornhorst” ausprobieren. Habe ich mal quasi aus Versehen gemacht. Man braucht nur solch kleinen gelben Schildern (Fahrradfahrer, Skater, Wanderer) zu folgen. Um den großen Bornhorster See zu fahren klingt ja verlockend. Aber nicht mehr, wenn man weiß, dass man von der Strecke drum herum (so rauh, dass man sie beinahe “Kopfsteinpflaster” nennen könnte) sowieso nichts vom Wasser sieht. Dafür ist der Rest der Route recht gut und auch verkehrsarm.
  • Im Stadtteil Eversten kann man auf roten Klinkern gut heizen. Leider ist die Fläche nicht gerade riesig und über geeignete Wege aus der Gegend (ohne den Hinweg zu wiederholen) herauszukommen ist schwer.

Bahnhof OL – Osternburg – Kreyenbrück

Skate-Tour: Bahnhof Oldenburg, Osternburg, KreyenbrückEs geht los am Bahnhof in Richtung Arbeitsamt. Beim Rondell wird die Straßenseite gewechselt, so dass du auf dem besser gepflasteren Bürgersteig der Huntestraße fahren kannst (vielleicht tut sich ja auf der Seite zur Innenstadt hin mal mal etwas, wenn das ECE fertig ist?). Nachdem wir wieder Links in Richtung Cäcilienbrücke abgebogen, sind beginnen wir zu beten, dass nicht zufällig jetzt “schon wieder” so eine einzelne Yacht den Verlehr aufhält. Ist der Weg frei, geht’s nach dem Überqueren des Kanals sofort rechts lang und bis unter die A28. Nun fahren wir auf der “guten” Seite der Cloppenburgerstraße in Richtung Meerweg. Die erste Straße links nach dem Kreyen-Center machen wir uns schon wieder auf den Rückweg und Schlängeln uns durch’s Wohngebiet. Die Wilhelm-Kempin-Straße mündet in einen asphaltierten Fahrradweg, der uns den Weg in Richtung Klinikum bahnt. Hier auch schnurstracks vorbei – immer gerade aus. Beim Erreichen der Autobahn biegen wir nach links und bleiben auch auf dieser Straßenseite, bis wir wieder auf dem Fahrrad Weg am Kanal lang rollen.
Ich habe mich bemüht, auch die bessere Straßenseite mit einzuzeichnen. Auf der Cloppenburgerstr. z.B. ist die eine Seite neu, die andere fast unbefahrbar.

Bahnhof OL – Hunte – Moorhausen – Gellen – Wahnbek

Skate Tour: Oldenburg, Moorhausen, Gellen, WahnbekNicht fromm und trotzdem ins Paradies? Auf einer spontanen Tour hab ich das Ziel aller Religionen dieser Welt unweit von Oldenburg ausgemacht – also einfach mal vorbei fahren ;-). Vom Bahnhof aus musst du dich nur auf dem frischen, neuen Asphalt der Maastrichter-Straße in Richtung des bei Cellulite-Bekämpfern beliebten Hunte-Deichs aufmachen. Gerechterweise muss man sagen, dass es sich hier wirklich ganz gut fahren lässt. Aber da wo andere spätestens umdrehen (Schleusenhäuschen) fahren wir einfach mal weiter, um etwas später links auf einen betonierten Weg in saumäßig schlechtem Zustand abzubiegen. Wenn man auf die Freizeit-Route Bornhorst wollte, könnte man nun dem kleinen gelben Schild an dessem Ende folgen. Wir orientieren uns aber rechts und nutzen die schön ausgebauten Radwege. Nach einiger Zeit kommt schon so eine Orientierungskarte, die uns auf das “Wege zum Moor”-Projekt hinweist. Hier links Richtung (aber auch nur Richtung!) Gellen rollen. Es gilt noch einmal Betonplatten zu überstehen, doch dann ist bis zur Steigung kurz vor Ipwege beste Landstraße angesagt. In Wahnbek nicht den Fehler machen und die erstbeste Straße mit Wegweiser “Oldenburg” nehmen. Die geht über Etzhorn und laaange, niiie enden wollende brutalst gepflasterte Fußgänger Wege zurück. Wer möchte, kann die Hässlichkeit des Wahnbeker Funkturms noch ein wenig wirken lassen, bevor es ziemlich gradlinig über Nadorst nach Haus geht.

Skate-Nights

Wer sich bei garantierten, polizeilich verordneten 10km/h “abreagieren” möchte, kann dies im Sommer an jeden ersten Mittwoch im Monat bei den Oldenburger Bike und Inliner-Nächten tun. Es mag Leute geben, denen das Spaß macht. Ich gehöre nicht dazu. Spricht man mich darauf an, mache ich immer Werbung für die bremen vier Skatenights. Die ist am ersten Dienstag des Monats und macht erheblich mehr Spaß. Da die Straßen dort nicht nur breiter sind, auch ‘ne Ecke schneller gefahren wird und andere Gefahren lauern (Straßenbahn-Gleise) sollte man aber schon einigermaßen fahren können.

  • Vor dem Ausscheren umsehen
  • Nicht unangekündigt bremsen
    Beide Arme hochnehmen. Gerade bei Kopfsteinplaster oder Straßenbahngleisen ist man sicherer, wenn man schneller unterwegs ist.
  • Nicht bergab bremsen
    Für den fall das es nur kurz ist, Straßenunterführungen usw, kostet das nur viel Gummi (also Geld) und zusätzlich muss man sich auch noch wieder hochquälen. Lieber möglichst gerade aus und mit leicht angewinkelten Knien fahren, damit nicht jede kleine Bodenwelle eine Gefahr bedeutet.
  • Handgelenk-Schützer anziehen
    Wenn du gefallen bist, zieh so schnell wie möglich die Finger ein, damit keiner drüber fährt (oder fällt)
  • Nicht für ganz blutige Anfänger
    Klingt arrogant, aber hat da hat niemand Spaß dran wenn da jemand so langsam vor sich hin fällt. Gefärhlich ist es bei der Menge an Skatern sowieso. Und mit Sicherheit kann man ja alles begründen heutzutage ;-)

Ich muss noch anmerken, dass es mir in in letzter Zeit deutlich weniger Spaß macht als früher. Immer wieder warten bis Straßen gesperrt sind, im Herbst liegen oft Stöcker auf den Straßen (wie Stock zwischen die Fahrradspeichen), leute die Kurven anzeigen wollen, aber die Hintermänner/-frauen bremsen stattdessen. Vielleicht bin ich auch einfach zu unentspannt?

Einkaufen

Wenn man sich vernünftig verhält, langsam und vorausschauend fährt wird’s meist toleriert. Vor allem in Supermärkten um die Ecke wo man eh ständig ist, stellt man bald fest, dass keine Gefahr von (einigermaßen versierten) Skatern ausgeht. Dumm wird’s nur, wenn mal eine Aushilfe im Hause ist, die (sich vor anderen Mitarbeitern profilierend) mit Hausverbot droht. Ich plane schon seit Ewigkeiten das “Argument”, dass jeder zittrige Senior eine größere Gefahr für Leib und Leben anderer darstellt anzubringen, aber dafür bin ich dann doch nicht dreist genug.

inlineskating_bahn.jpgBahn fahren

Besonders praktisch sind Skates dann, wenn man öfter mal die deutsche Bahn im Nahverkehr benutzt. Fahrradmitnahme lässt man sich extra bezahlen. Skates gelten offiziell aber als “Spielzeug” (weswegen man auch nicht auf Straßen fahren darf), sodass man keine Gebühr erhebt. Wenn man nicht gerade zu einem Vorstellungsgespräch will, sich sicher ist, dass es nicht noch regnet ist also klar, wie man zum Bahnhof und später an den Zielort kommt. Ein- und Aussteigen ist ganz einfach: an zwei senkrechten Stangen festhalten, einen Skate mit den mittleren Rollen auf die Türkante stellen und hochziehen. Je schneller und unbeeindruckter davon, dass der Schaffner dich erspäht hat, man dies macht desto weniger Probleme bekommst du (Erfahrungswert).

Weser Inline Tour

Mitgemacht habe ich selbst noch nicht. Seit 2006 macht man sich nicht nur aus Bremerhaven auf die mehr als 100km lange Tour, sondern auch aus der Huntestadt. Für die Teilnahme erwartet man einen kleinen Obolus, darf dann aber auf komplett gesperrten Straßen mit mehreren tausend Mann durch die Landschaft fahren. Vielleicht mal einen Versuch wert?