Monatsarchiv für Oktober 2009

 
 

Entschuldigung, sagen Sie mal…

…haben Sie gar nicht gemerkt, dass Ihr Rücklicht defekt ist? – Doch sicher, aber ich habe gerade nichts da um es heile zu machen. – Na dann sehen Sie mal zu, dass Sie sich etwas besorgen…

Ein fiktiver Dialog zwischen Polizisten der Wache 200m von hier und mir als Chaoten Radfahrer. Ich fahre die letzte Zeit dort mal telefonierend, mal auf dem GPS suchend, mal am Musikabspielgerät tastend vorbei und warte eigentlich nur darauf, von einer Streife mal angesprochen zu werden. Vor zwei Wochen ereilte mich die Erkenntnis, dass die Straßenlaternen hier zwischen Fuß- und Radweg aufgestellt sind. Äußerst schmerzhaft, aber mit viel Glück. Freihändig fahrend das Navi zu bedienen und dann mit dem Gesicht am Pfahl bremsen ist ähnlich unangenehm wie manche Gesprächspartner. Allein schon weil es unnötig ist. Nur weil man keine 3 LEDs bei Reichelt extra bestellen will. Also: Restekiste, wo bist du?

Mir ist da eine hervorragende Übergangslösung eingefallen. Allerdings wahrscheinlich nur etwas für so Verrückte wie mich – also Leute die ein USB-Anschluss am Fahrrad haben. Dann lässt sich aus einer gekappten USB-Verlängerung, 4 lustig gemischten Vorwiderständen und einer roten 0,5W LED eine Übergangslösung erster Güte herstellen. LED flach feilen und mit ordentlich Schrumpfschlauch verpacken. Preis 2 Stunden, Ersparnis: Ärger.

Und da nichts so lange Zeit überdauert wie Provisorien…

U-Bahn Wissen

Es ist gerade 10 tage her, dass die jähe Zeit der heimischen Internet-Losigkeit ihr Ende fand. Erstaunlicherweise bin ich noch in der Lage mich daran zu erinnern. Da sind Fahrten mit der U-Bahn allein schon deswegen spannend gewesen, weil ich die Info-Screens als Informationsquelle genutzt habe. Denn in 16 Minuten Fahrtzeit kann man sich schon allerlei unnützes Wissen aneignen. Natürlich herrlich aufgelockert von mal mehr oder minder subtiler Werbung. Nun, da ich täglich meine Hirnwindungen mit allerlei (Halb-)Wissen wieder direkt überflute, fällt das Sortieren deutlich schwerer.
Aber ich bin gerade bei meinen Notizen angefangen und fand dabei Folgendes wieder. Eines Abends zeigte der “Bildschirm der Vorsehung” folgenden Spruch des Tages:

Liebe ist wie ein Glas, das zerbricht, wenn man es zu unsicher oder zu fest anfasst.
Russisches Sprichwort

Das war aber sowas von passend an dem Abend. Für 3 Stunden war ich der festen Überzeugung, ich müsse dringen mal wieder anfangen Sprüche zu sammeln. Einfach so. Weil es genauso sinnvoll ist wie Kindern per Hausordnung das Krachmachen zu verbieten. Und man sowieso schon weiß, dass man es doch einfach von vorn herein lassen sollte.

Alter Rangierbahnhof in Oldenburg-Krusenbusch

Heute kam ich mal wieder dazu, meinen Transfer-Ordner für gemachte Fotos ein bisschen zu entrümpeln. Mitte Juli habe ich dieses heutige Naturschutzgebiet in Oldenburg ein Mal durchforstet. Weil ich wusste, dass ich bald weg sein werde und das einer der wenigen Orte der Stadt war, die ich noch nicht gesehen hatte. Dabei habe ich natürlich auch Fotos gemacht. Mein Faible für stillgelegte Eisenbahnanlagen kann ich wohl kaum leugnen…
Das sind alles keine besonders tollen Fotos, sondern mehr eine Dokumentation als Zeitzeuge.