Prost!
Wenn ich ein paar Jahre jünger wäre, würde meine Nase sich vielleicht an der Scheibe platt drücken und einen fettigen Fleck hinterlassen. Komisch ruhig heute. Hier und da qualmt ein Schornstein, kein Auto auf der Straße. Die Familie da drüben schiebt jemanden im Rollstuhl die Straße entlang. Nein, auf den Abend zu. Heute Abend ist besonders. Sagte man mir. Demjenigen, der da drüben schon in unbändiger Vorfreude eine Leuchtkugel-Batterie angezündet hat und im Schutze seiner Gartenlaube drum herum tanzt, wie ein Indianer beim Versuch seinen Wettergott zu überreden, wurde das wohl auch erzählt. Jetzt habe ich lange die grünen und roten Punkte angeschaut. Der Rollstuhlfahrer ist weg. Die Rauchschwaden sind noch da.
Die Abendsonne scheint angestrengt noch ein letztes Mal im Jahr 2007 des gregorianschen Kalenders. Wäre es nicht überall so feucht draußen, hätte ich noch ein bisschen inline-skaten können. Wenigstens etwas Bewegung. Ein letzter Versuch der Seolbstmitleid geschwängerten Luft meiner Zelle zu entrinnen. Ach nee, eigentlich ist es ganz gut so. Muss ich mich wenigstens nicht bewegen. Oh, an die Nachbarshäuser prallt nun eine immer mehr gelblich-orange-farbene Suppe. Das ging mir jetzt zu schnell.
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